|
Schwimmverband NRW, 20.08.10,
von
S.
Peppekus
Die Interessengemeinschaft (IG) Schwimmen, hat sich mit einem Schreiben
an die Öffentlichkeit gewandt und diese aufgefordert, nicht
auf den geplanten Neubau eines Sportbades auf dem Gelände des
Bockumer Badezentrums zu verzichten.
Vor der Kommunalwahl im August 2009 gab es ein Übereinkommen
mit der Politik, dass Krefeld ein weiteres Schwimmbecken braucht,
besonders hinsichtlich der Bedeutung des Schwimmsports für
den Leistungs- und Breitensport in der Stadt. Doch die Stadt muss
sparen, im Haushalt fehlen rund 65 Millionen Euro. So sieht die
IG Schwimmen bei einem vorläufigen Kostenplan von ca. 2,5 bis
3 Millionen Euro den Neubau des Sportbades als gefährdet. Der
Sprecher der IG, Werner Gottschalk, weist auch nochmals auf stetig
steigenden hohen Anteil von Nichtschwimmern bei Kindern hin. Werner
Gottschalk teilt mit, dass es schon jetzt beim SV Neptun in Fischeln
eine Überbelegung gibt und die Wartezeit für Schwimm-Kurse
bei mehr als einem Jahr liegt.
Die IG Schwimmen fordert daher die Einstellung der Bau- und der
Betriebskosten für das neue Bad in den städtischen Haushalt.
Die Vereinssprecher sprechen sich ausdrücklich dagegen aus,
die pauschalen Sportfördermittel des Landes NRW in Höhe
von 640.000 Euro überwiegend dem Schwimmsport zukommen zu lassen.
Dies stieß bereits in der Sportausschusssitzung im April auf
Widerstand. Auch die Schwimmer wollen einen Verteilungskampf um
die Sportpauschale vermeiden. Das neue Bad soll genügsam werden,
ohne Spaßelemente und Tribünen. "Wir müssen
nur die Wasserfläche anbauen, alles andere ist da," so
Gottschalk. Mit der Anbindung an das bestehende Bad wäre dies
für Krefeld eine auf viele Jahre erreichte Verbesserung. Da
der Haushaltsplan für die Jahre 2010/2011 schon in der Ratssitzung
am 9. September eingebracht werden soll, drängt die Zeit, um
für den Neubau eines Bades zu werben. Die Schwimmsportler suchen
nun schnellstmöglich das Gespräch mit den Parteien im
Rat, der Sportverwaltung und dem Oberbürgermeister.
|